Mittwoch, 21. Mai 2008

12

12 Jahre, Matthes. Ich werd verrückt. Ich bin so froh. *hach* Wahnsinn.

Null Nerven

Ich bin genervt, und zwar so, dass es wohl alle bemerken, aber keiner etwas sagt/ sagen mag. Und zwar ständig, immerzu, fast so, als ob ich Dauer-PMS hab. Den Grund für mein nicht vorhandenes Nervenkostüm mag ich gar nicht sagen, aber es ist das Geheule und Gebocke unserer Großen. Es wird wegen allem geheult. 'Nein, du hattest schon ein Eis, es gibt kein zweites.' = Geschrei. 'Nein, der Roller bleibt zuhause, wir gehen einkaufen, ich muss schon die Karre schieben, du kannst damit noch gar nicht fahren und ich darf ihn nach 100m tragen.' = Geheule. 'Zähne müssen geputzt werden.' = Zeter und Mordio. 'Ich habe jetzt keine Zeit um ein Buch anzugucken.' = Weltuntergang. 'Die Socken bleiben an.' = Buaaah! 'Ist nicht schlimm, dass die Stifte runter gefallen sind. Einfach wieder aufheben!' = Grreeeinn.
So geht das in ei-ner Tour. Wegen absoluten Nichtigkeiten. Zum aus der Haut fahren. Es war schon schlimm, aber jetzt ist's grad nicht mehr zum Aushalten. Und ich fühle mich ganz schlecht dabei, denn wenn sie etwas machen soll (z.B. sich anziehen lassen) und es nicht klappt, dann versuch ich's auch gar nicht mehr mit Engelszungen, sondern lass sie sofort stehen/ leg sie zurück ins Bett/ gehe weg. Und meckere, was das Zeug hält. Ich hab einfach nicht die Kraft dafür. Und sie leidet. Ich merke es, sie hängt an mir, wie eine Klette, sie will ständig auf den Arm, macht nix allein, braucht ewig um bei anderen aufzutauen. Ein Kreislauf: ich bin genervt, weil Martha bockt, dadurch wird sie noch anhänglicher, weil sie unsicher wird, ich noch genervter, sie noch weinerlicher, usw. Heute war sie mal wieder bei der Tagesmutter - und hat sich erst nach 45min schlimmsten Trotzes (incl. Kopf auf den Boden hauen) wieder beruhigt.
Irgendwie brauch ich wohl eine Pause. Aber leider schläft Ida immer noch nicht durch, im Moment ist sie eher meilenweit davon entfernt und ich merke, dass schlafen im 2h-Takt, weil erst Ida, dann Martha, dann Ida, dann wieder Ida heult, an mir zehrt. Da hilft es selbst nix, dass Matthes nachts einspringt, ich höre sie ja trotzdem. Irgendwie is' grad echt Flasche leer. Doof.

Montag, 19. Mai 2008

Ich möchte das nicht

"Ich möchte das nicht, bitte lass das."
Gedächtnisstütze für mich: Martha hat in der letzten Wochen noch einmal einen gewaltigen Sprung bezüglich ihres Ausdrucksvermögens gemacht. Sie bildet mittlerweile meist vollständige Sätze. (Es sei denn, wir haben Besuch von 'Fremden', dann schweigt sie auch gern erstmal eine ganze Weile.) Aussprachehopser passieren natürlich nach wie vor, z.B. Wognwagen, Papapier, patzepieren dehen, Portenee, etc. K- und G-Laute am Anfang des Wortes werden meist noch T oder G ausgesprochen.

Sonntag, 18. Mai 2008

6 Monate oder ein halbes Jahr

Unsere Ida-Rübe wird langsam (für ihre Verhältnisse) renitent - sie weint manchmal! Ja, es ist nicht zu fassen, das zwar-auf-allen-Vieren-sein-aber-noch-nicht-vorwärts-kommen bringt selbst unsere Gelassenheit in Person aus der Ruhe. Ida grinst, lacht und juchzt immer noch sehr viel, aber jetzt mischen sich doch immer öfter auch mal Unmutslaute ins Repertoire. Neben den pppppbbb-Lauten hat sie jetzt auch das Grunzen entdeckt und kommentiert so gerne Überraschendes, Lustiges oder etwas, dass sie unter Kontrolle hat (z.B. einen Heliumballon, der nach ihrer Mütze tanzt).
Der zweite Zahn brach am Dienstag so richtig durch, auch wieder ohne größere Probleme, aber trotzdem ist Essen immer noch nicht so ihr Ding. Es hängt sehr stark von der Tagesform ab, wie gut sie isst. Gemüse geht noch gar nicht (jaja, damit soll man ja eigentlich anfangen), es sei denn, ich mische Kartoffelbrei mit Apfelmus. Karotten, Blumenkohl, o.ä. werden lustig wieder ausgespuckt. Nun denn, dann gibt's eben noch weiterhin noch häufiger die Flasche.
Sie greift ganz gezielt nach allem, was in ihre Nähe kommt, besonders bei Tisch. Nimmt man ihr dann die Dinge weg, die nicht für sie bestimmt sind (Messer, heiße Tassen, etc.), wird dies mit empörten Quieklauten quittiert. Das passiert mittlerweile auch, wenn man sich aus ihrem Gesichtsfeld entfernt.
An Durchschlafen ist immer noch nicht zu denken, sie wird einmal nachts wach und nörgelt, bis sie ihre Milch bekommt. Nur, um dann ab spätestens 6 Uhr to-tal wach zu sein, ungefähr so lange, bis Martha aufwacht. Dann ist Ida wieder müde, und pennt, und ich grummel vor mich hin und bedauere mich, wieder maximal 4h am Stück geschlafen zu haben. (Könnte ja aber auch eher ins Bett gehen...) Dafür schläft sie aber mittags und abends nach ihrer Milch ohne Probleme allein in ihrem Bett ein. Hoffentlich bleibt das so, toi, toi, toi...
Sie ist und bleibt aber bis jetzt eine echte Frohnatur, ich möchte sie den ganzen Tag knuddeln und ihr Lachen steckt einen einfach an. Selbst dann, wenn ich gerade unter Strom stehe, weil irgendetwas nicht so läuft, wie geplant und mir gar nicht zum Lachen zumute ist.
Ich könnte jetzt zig Vergleiche mit Martha anstellen, aber das möchte ich eigentlich gar nicht, denn sie sind einfach viel zu unterschiedlich und vieles weiß ich auch schon gar nicht mehr genau. Aber eine Sache, die mir vor ihrer Geburt einiges Kopfzerbrechen bereitet hatte, hat sich komplett erledigt - die Sache mit der Sorge um Liebe für zwei Kinder. Als Einzelkind habe ich keine Erfahrung mit Geschwistern und Eltern, die ihre Liebe ggf. 'teilen'. Darum grübelte ich während der Schwangerschaft oft: Reicht meine Liebe für zwei Kinder oder liebe ich eins mehr/ eins weniger? - Diese ganzen Sorgen hab ich mir umsonst gemacht.
Ich glaube, das haben schon viele Mehr-Kinder-Mamis zu erklären versucht und die Quintessenz ist doch immer: Ich liebe sie beide, beide gleich stark und doch auf unterschiedliche Weise. Martha wird immer die Erstgeborene sein, die alles zum 1. Mal macht und wir (u.a.) darum unheimlich stolz auf sie sind und sie unheimlich lieb haben. Ida aber ist eben in bestimmten Dingen anders, irgendwie einfacher, weicher und gelassener, z.T. aber auch energischer und aktiver, und dafür sind wir genauso stolz auf sie und haben sie genauso lieb. Es ist schwierig, dieses Gefühl in Worte zu fassen, aber es ist unheimlich schön, unabdingbar und über jeden Zweifel erhaben.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Me.tallica oder Camping für Hartgesottene

Es war - für uns Eltern - in erster Linie anstrengend. Auch schön, aber anstrengend. Abends vor'm zu Bett gehen ein schnell gehauchter Kuss auf die Wange gepaart mit einem "Hallo, guten Tag und gute Nacht" bevor dann einer mit der Kleinen und einer mit der Großen im Bett schlafen geht ist dann doch nicht so ganz das, was ich mir vorgestellt hatte. Trotzdem bin ich von der Urlaubsform an sich überzeugt, jedenfalls bei diesem Superwetter: den ganzen Tag draußen, direkt am Meer, ein toller Spielplatz auf jedem Campingplatz, interessante (Dauer-)Camper als gute LästerDiskussionsbasis, das ist doch was.
Leider hatte Familie Schutt & Asche natürlich am 1. Campingabend ihres Lebens, wie sollte es anders sein, super Pech. Nachdem wir irgendwann mit Geheul und Gezeter beide Kinder gg. 22Uhr zum Schlafen gebracht hatten und selbst auch eingeschlafen waren, reisten wohl heimlich irgendwelche Idioten (ein Gas-Wasser-Scheiße-Betrieb aus OHZ) an, die Pfingsten "mal so richtig die Sau rauslassen" wollten. Ab 23Uhr schallte jedenfalls Metalgeschrammel über den Platz, gepaart mit Gegröhle und dummen Sprüchen. Jetzt, nach gefühlten 50 Wiederholungen der CD, kenn ich jedes Lied und weiß, dass es Me.talli.ca war. An jenem Abend jedoch, dachte ich zuerst, es sei irgendeine rechte Sch..... à la Ram.mstein und habe mich entsprechend nicht zu der Horde Besoffskis hingetraut. Wie auch immer, da sie am nächsten Tag munter weiter machten, entschieden wir uns zur Abreise, denn die Campingplatzbesitzer hielten es offenbar nicht für notwendig unsere Beschwerde weiterzuleiten. Die anderen Camper um uns rum waren da hartgesottenener, "Ach ja, na, das ist Pfingsten hier immer so."
Der zweite Campingplatz war dichter am Meer, hatte schönen Sandstrand und war sogar noch preisgünstiger. Allerdings waren die Stellplätze superklein und man hockte sich ganz schön dicht auf der Pelle. Egal, wir finden schon noch 'unseren' Platz.
Ida hat das Leben im Wohnwagen ganz locker weg gesteckt, Martha hingegen braucht wohl doch ihr gewohntes Umfeld und eine Rückzugsmöglichkeit, einen SchFreiraum und einen fest geregelten Abendablauf, sonst klappt das Zu-Bett-Gehen GAR nicht. Naja, und die Vorstellung, dass beide Kinder in einem Bett und beide Eltern im anderen Bett schlafen, war leider eine Illusion. *seufz*
Wenn die beiden etwas größer sind, dann wird's bestimmt richtig gut. (Ich kenn das ja aus meiner Kindheit, draußen toben bis man abends zu müde für's Essen ist.) Jetzt müssen wir eben Abstriche hinnehmen und erstmal überhaupt so etwas wie eine Wohnwagenroutine entwickeln.
Im Moment erholen wir uns jedenfalls erstmal im Wendland von den Strapazen des Urlaubs...*g* Fotos folgen!

Freitag, 9. Mai 2008

Tschöhöö

Wir sind dann mal kurz weg, Wohnwagen testen! Wird ja auch langsam mal Zeit...

Euch allen ein klasse Pfingstwochenende!

Dienstag, 6. Mai 2008

Pics

Fotos, fotos, fotos for all the ones out there who can't be with us. Enjoy!
Coffee at Peter and Christine's house.Fruitsalad in our backyard. Martha explicitely demanded sitting on her own. "Mama da HINTEN sitzen." (Mommy sit over THERE!)
Our latest acquisiton - the sand box. Sand box is nice, but trampolin would be the ultimate bliss. This one is not ours, unfortunately. I would have bought one already, but Matthes worries about (storage) room and neighbors. However, I'm pretty sure that after seeing Martha having a ball on this one, he's pretty much convinced...Martha stepping into daddy's footsteps - not quite a motorbike but we're getting there. (And yes, she will wear a helmet in the future but we didn't have one at Oma and Opa's house.)Trio infernale She's still the waterlover she was last yearTatata-taaaa - Ida munching her first bread roll! Tooth no. 2 will break through any time soon.